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Geschrieben von Jana   
Leibniz Challenge
Betteln um Nachwuchs?


Es war kein Tag wie jeder andere an der Schillerschule. Schon im voraus wurde der Computerraum kräftig geputzt und Stuhlreihen wurden aufgestellt. Es sollte ein nachhaltiger Eindruck einer technisch versierten Schule entstehen. Und dann fuhr auch schon der Rolls Royce vor...

Intel- Chef Lange auf der Suche nach deutschem Nachwuchs
Fast schon bettelnd gibt er sich, als wenig später Intel-Laborleiter Nikolaus Lange vor dem Publikum bestehend aus Lehrern, Presse und Unimitarbeitern steht und für sein neustes Projekt wirbt. Es sei erschreckend, wie wenig junge Leute einen Beruf in der Mikroelektronik und im Ingenieurswesen ergreifen würden. Und so steht er da, erzählt, dass über 50% der Ingenieure bei Intel aus dem Ausland rekrutiert werden müssten. Es müsse sich endlich etwas ändern, ein Ruck müsse durch Deutschland gehen!



Zustimmendes Nicken der Anwesenden, es wird geklatscht. Auch der Präsident der Leibniz Universität Hannover Professor Barke hat eine Vision: Die gravierenden Unterschiede zwischen Angebot und Nachfrage in Ingenieurberufen müsse relativiert werden. Das, so der promovierte Ingenieur, gehe nur, wenn SchülerInnen schon früh an das Thema herangeführt würden – in der Schule.

Und damit wird auch klar, warum diese ganze Veranstaltung bei uns stattfindet. Es geht um einen Wettbewerb der Leibniz Uni, der von der Intel unterstützt wird. Schüler der Klassen 9-12 sollen hier Fragen aus dem Bereich der Hard- und Softwareentwicklung lösen, damit näher mit dem Berufsfeld in Kontakt treten und mit interessanten Preisen belohnt werden.

Das Tolle daran ist, so Frau Espel, dass dieser Wettbewerb auch als AG gewertet werden kann – trotz des außerschulischen Lernortes. Und damit das auch wirklich funktioniert, unterzeichnete sie zusammen mit Dieter Lohse, Leiter der UniKIK, einen Kooperationsvertrag.

Direktorin Doris Espel und Leiter der UniKIK Lohse präsentieren stolz ihren Kooperationsvertrag:
"Ein Glückstag für die Schillerschule!"

Also ein großteils symbolischer Akt für ein eigentlich simples Problem: Deutschland braucht Ingenieure, doch kaum einer hat Lust dazu!

Weitere Informationen und Anmeldung auf der offiziellen Homepage
Dass Deutschland auf der Suche ist, wissen auch die Schüler nicht erst seit heute, denn schon seit Monaten gibt es regelmäßig Flyer und Informationsveranstaltungen mit Ausbildern, die händeringend heranwachsende Ingenieure suchen. Viele Schüler haben jedoch ganz andere Vorstellungen von ihrem späteren Beruf und werden, sofern sie nicht sowieso technisch interessiert sind, aufgrund eines solchen Projektes nicht ihre Zukunftsplanung an den Nagel hängen. Es hätte jedoch einen entscheidenden Vorteil, dies zu tun, denn die Chance auf eine feste Anstellung ist hier enorm.

Wer also technisch und naturwissenschaftlich interessiert ist und Spaß an Wettbewerben hat, der sollte sich die Chance nicht entgehen lassen und mitmachen!

 
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